Saarlouiser Hefte – Lebendige Geschichte

Die Saarlouiser Hefte sind eine heimatkundlich-historische Illustrierte, die in vier Ausgaben jährlich erscheint. Hinzu kommt einmal im Jahr ein Sonderheft, das sich jeweils eines ganz speziellen Themas annimmt. Mit 4,95 € für das Normalheft und 9,80 € für das Sonderheft wurden Preise geschaffen, die interessant geschriebene und ansprechend gestaltete Heimatkunde für jeden erschwinglich macht.

Die Themenbereiche der Saarlouiser Hefte sind breitgefächert, wobei seitens der Herausgeber Wert darauf gelegt wird, dass nicht nur die Geschichte des alten Saarlouis dargestellt wird, sondern auch die der jüngeren Stadtteile Roden, Fraulautern, Lisdorf, Picard, Beaumarais und Neuforweiler.

Autorinnen und Autoren wie Esther Reichmann, Jeanette Dillinger, Beate Geiger, Jürgen Baus, Hans Jörg Schu, Werner Beaumont oder Volker Felten haben bislang in den Saarlouiser Heften publiziert; prinzipiell darf sich jeder dazu Berufene bei der Redaktion melden, um auch einmal in den Saarlouiser Heften zu veröffentlichen.

Stadtgeschichte im Wandel der Zeiten

Ein wichtiger Schwerpunkt der Saarlouiser Hefte ist die Stadtgeschichte und dies epochenübergreifend. So werden die französsichen Jahre der Festung von 1680 bis 1815 ebenso betrachtet, wie die dann folgende preußische Ära, die von 1815 bis 1918 reichte. Weitere Zeitabschnitte umfassen dann die Völkerbundzeit von 1918 bis 1935, die NS-Zeit von 1935 bis 1945 sowie die jüngere Nachkriegszeit von 1945 bis heute. Jede Epoche hat hierbei ihren ganz besonderen, ureigenen Charakter, den es darzustellen gilt, wobei gewähreistet ist, dass im jeweiligen thematischen Bereich sowohl zivile, als auch miltärische Themen dargestellt werden. So kommt sicherlich jeder auf seine Kosten. Ganz besonderer Dank geht hierbei an den Leiter des hiesigen Stadtarchivs, Benedikt Loew M. A. sowie Dipl. Ing. Jürgen Baus und Ralf Hoffmann vom Städtischen Denkmalamt, die uns seit Jahren in unserer Arbeit unterstützen.

Sitten und Gebräuche in den Stadtteilen

Sitten und Gebräuche, wie sie in den Stadtteilen über Jahrhunderte weg gepflegt wurden, sind ebenso ein fester Betandteil der Artikel in den Saarlouiser Heften. Wer kennt heute noch den Brauch des Lehenausrufens, des Schallwari-Kloppens oder des Maibaumsetzens? Mit solchen Dingen zieht man heute keinen jungen Menschen mehr hinter dem Smartphone hervor. Ein Grund mehr, diese alten, wunderbaren Dinge nicht in Vergessenheit  geraten zu lassen. Bei den Saarlouiser Heften kümmert sich Redakteurin Esther Reichmann um diesen Themenbereich.

Biografien

Ein weiterer Schwerpunkt  der Saarlouiser Hefte liegt in der Präsentation von Biografien bekannter und weniger bekannter Saarlouiserinnen und Saarlouisern. Wussten Sie, dass es Fanz Blass (rechts) war, der nach Abzug der Saarlauterner Stadtverwaltung unter Josef Ullenberger im Dezember 1944 von den amerikanischen Besatzungskräften zum Bürgermeister der Stadt ernannt wurde? Oder war Ihnen geläufig, dass Walter Bloch, der gemeinhin als erster demokratisch gewählter Bürgereister der Stadt bezeichnet wird, nur durch einen höchst fragwürdigen Wahlvorgang in sein Amt geriet? Kennen Sie den Lebensweg des ehemaligen Saarlouiser Oberbaurats Peter Focht? Nein? Nun, dann können Sie in den Saarlouiser Heften all das finden, was zu diesen (und anderen) Biografien Erwähnenswertes von uns zusammengetragen wurde.

Saarlouiser Militärgeschichte

Ein drittes Arbeitsfeld der Saarlouiser Hefte ist die lokale Militärgeschichte. Sie schließt neben der reinen Garnisonshistorie auch alle anderen miltärgeschichtlichen Vorkommnisse in und um Saarlouis ein. Ein Schwerpunkt ist hierbei das Thema „Bau und Betrieb der Festung zwischen 1680 und 1897“. Desweiteren gehen wir immer wieder der Frage nach, welche verschiedenen Einheiten hier in Saarlouis ihren Dienst versahen und natürlich werden auch die verschiedenen, durch Krieg gekennzeichneten Epochen der Stadt beleuchtet. Hierbei bleiben die Saarlouiser Hefte immer streng wissenschaftlich neutral und verstehen sich nicht als Sprachrohr allzu militanter oder gar ewig gestriger Zeitgenossen!